Allgemein, Verkehr

S21 und Bahn versagen – Witz der Woche

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Am kommenden Wochenende weist die Bahn darauf hin, dass an den Fernbahngleisen gearbeitet wird. Bahnfahrende des RE1, die nach Büchen wollen, wird geraten, bis Aumühle mit der S21 zu fahren und dann in die Ersatzbusse nach Büchen zu steigen.

Allerdings gibt es auch bei der S21 Gleisarbeiten, so dass diese nur bis Bergedorf fährt. Von dort werden dann Ersatzbusse bis Aumühle angeboten.

ABER: wenn die Busse in Aumühle ankommen, ist der Ersatzbus nach Büchen LEIDER schon abgefahren, also zwei Stunden warten. Echt abgefahren, die Regelung oder auch

Bahn-Witz der Woche!

 

 

 

Allgemein, Verkehr

S21 Info: Besserung – zumindest für / bis Bergedorf

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Ab Dezember diesen Jahres sollen die S21 und die S2 verlängert fahren, als Vollzüge mit sechs Wagen und !!! im 5-Minuten-Takt!

Für Bergedorf oder alle, die ab dort eine Weiterfahrtmöglichkeit nach Aumühle, Wohltorf und Reinbek besitzen, ist das sicher eine gute Nachricht. Klar, auch die Platzsituation in den S-Bahnen wird sich verbessern – ebenfalls für die weiterfahrenden S-Bahnen.

Unser Ziel, ein 10-Minuten-Takt für Reinbek, Wohltorf und Aumühle, ist damit leider noch nicht erreicht. Was Hamburg mal eben umstellt, bedarf in Schleswig-Holstein erst einmal einer Untersuchung.

Aber, wir hoffen … daher zum Vorgang kein Kommentar. Unterstützt wird das Vorhaben auch durch die regionale Politik und Verwaltung sowie unsere örtlich ansässigen Landesvertreter (u. a. Andrea Tschacher, Lukas Kilian (beide CDU) und Martin Habersaat (SPD)), die sich dafür einsetzen.

Wir WARTEN ab, das haben wir durch die S21 schmerzlich lernen müssen – allerdings half Warten auch nicht immer, leider.

Allgemein, Umwelt

Teilerfolg für tatwerk und den Fortbestand des Halskewalds

Wir berichteten ja bereits in einigen Beiträgen (Fledermäuse im Gewerbegebiet und Reinbek, die Stadt im Grünen – Ein Wald im Gewerbegebiet) über das Waldgrundstück im Reinbeker Gewerbegebiet.

Am 26.09.2019 wurde in der Stadtverordnetenversammlung der Antrag der Grünen zum Halskewald diskutiert. Im vorangegangen Bauausschuss wurde allerdings der Antrag Grünen sowie auch der Folgeantrag der FDP – mit knapper Mehrheit – abgelehnt.

Endgültig entschieden werden solche Anträge aber erst in der Stadtverordnetenversammlung. Somit waren wir gespannt auf die Diskussion und die Entscheidung unserer gewählten Vertreter.

Gegen den Antrag der Grünen wurde vorgebracht, dass die herangezogene rechtliche Grundlage nicht für derartige Fälle gedacht wäre und auch evtl. finanzielle Folgen für die Stadt Reinbek haben könnte.

Der Folgeantrag der FDP, die Verwaltung zu beauftragen, Optionen zur Sicherung des Halskewaldes und die möglichen Kosten der Realisierungsmöglichkeiten zu ermitteln, fand hingegen eine breite Zustimmung fast aller Fraktionen.

Nur die CDU-Fraktion argumentierte auch gegen diesen Antrag, konnte die anderen Fraktionen jedoch nicht überzeugen.

Uwe Rasch (FDP) brachte es auf den Punkt, alle Einwände der CDU würden durch den Antrag der FDP berücksichtigt.

Auch Heinrich Dierking vom Forum 21, der zwar laut eigener Aussage für die Erhaltung des Waldstückes eintritt, jedoch auch rechtliche Bedenken sah, hatte wenig Verständnis für die Verweigerungshaltung der CDU.

In der folgenden Abstimmung wurde der Antrag der FDP mit breiter Mehrheit angenommen. Lediglich die CDU stimmte fast geschlossen dagegen.

Ist damit der Halskewald gerettet?

Nein, die breite Mehrheit der Abgeordneten möchte den Wald zwar erhalten, allerdings könnten rechtliche Gründe und entstehende Kosten dagegen sprechen.

Gerade weil das Grundstück zum Verkauf steht und sich – lt. unbestätigten Angaben – sowohl die Firma Grossmann, also auch die zum Pfannerkonzern gehörende Firma Rickertsen (die ja schon wegen eines geplanten Hochregallagers in der Kritik steht) um das Grundstück bewerben, könnte es sein, dass das Biotop im Gewerbegebiet doch irgendwann weichen muss.

Mit ihm würden dann nicht nur ein sogenannter ökologischer Trittstein mit der besonders schützenswerten Fledermauspopulation sondern auch die Firma tatwerk mit Ihrem wichtigen, sozialen Beitrag für Menschen mit seelischer Beeinträchtigung aus Reinbek verschwinden.

Es bleibt zu hoffen, dass die Verwaltung Wege findet, das Waldgrundstück und die dort lebenden Fledermäuse zu schützen, bzw. ein möglicher Käufer von sich aus den Status quo beibehalten möchte.

Damit wäre dann wohl auch der Fortbestand der Firma tatwerk am Standort Reinbek gewährleistet.

Zukunft!Reinbek wird die Angelegenheit weiter im Auge behalten und auf dieser Seite darüber berichten.

Allgemein, Umwelt

Fledermäuse im Gewerbegebiet

Vor einiger Zeit berichteten wir über das zum Verkauf stehende Grundstück Halskestraße 4 im Gewerbegebiet Reinbek auf dem u. a. die soziale Einrichtung tatwerk reinbek angesiedelt ist. Am Südrand des Grundstücks befindet sich ein ca. 1 ha großes Waldgebiet, das in den vergangenen 50-60 Jahren entstanden ist.

Die  Betriebsstättenleiterin Frau Will hat in den Abendstunden des Öfteren Fledermäuse im Waldstück gesichtet.

Da Fledermäuse nach dem Bundesnaturschutzgesetz zu den „streng geschützten Arten“ gehören, lud sie Mitglieder der BUND-Ortsgruppe Reinbek / Wentorf zu einer ersten Voruntersuchung ein, bevor sie  im Rahmen einer artenschutzrechtlichen Prüfung ein Fledermausgutachten durch einen fachkundigen Gutachter erstellen lässt .

Es soll festgestellt werden, ob die auf dem Grundstück Halskestraße 4 vorhandenen Strukturen durch Fledermäuse genutzt werden, beispielsweise ob Quartiere vorhanden sind und das Gebiet als Nahrungsraum dient.

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Fledermaus-„Suchtruppe“: v.l. Jörg Lückemeyer (mit Fledermausdetektor, BUND), Renate Sturm (BUND), Kristin Johannsen (BUND), Gabriela Will (tatwerk reinbek), Knuth Franke (tatwerk reinbek). nicht auf dem Foto: Thomas Hess (Fotos, Anwohner) sowie Hendrik Oldsen (FÖJ beim BUND)

Zunächst suchte die Gruppe bei Tageslicht nach möglichen Fledermaus-Quartieren. Zahlreiche abgestorbene Bäume mit Astlöchern, Spalten, abstehenden Rinden und Spechtlöchern, die sich als Quartiere eignen würden, waren erkennbar. Rufe und Klopfen des Buntspechtes sowie eine Spechthöhle in einem Aststück eines kürzlich umgefallenen Baumes deuteten auf die Besiedelung des Waldes durch Spechte hin, deren Höhlen gern von Fledermäusen als Wochenstuben genutzt werden.

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Spechthöhle (Foto: Gabriele Will)

Kurz vor und nach Sonnenuntergang wurden Wald und Waldrand mit Fledermausdetektoren und Kamera auf jagende Fledermäuse abgesucht.

Dabei wurden zahlreiche größere und kleinere Tiere nahe des Waldrands und in der Nähe der Eichen des Nachbargrundstücks Halskestraße 3 in unterschiedlichen Flughöhen von bodennah bis über dem Kronendach beobachtet. Auch bei den Linden (im Kleingartenverein) wurden jagende Fledermäuse gesichtet.

Schon kurz vor Sonnenuntergang wurden im östlichen Teil des Waldes erste Fledermausrufe mit einem Ultraschalldetektor empfangen.

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Fledermaus-Detektor

Das Auslesen der Spektrogramm- und Sonogramm-Dateien erfolgte am heimischen Rechner. Frequenzbereich und Bestfrequenz sowie Größe der Tiere, Flugbild, Flugweise und Flughöhe gaben Hinweise auf die unterschiedlichen Fledermausarten.

Nach Abgleich mit der Fledermausdatenbank wurden folgende streng geschützte  Fledermausarten erkannt:

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Es sieht also so aus, als ob das Waldstück auf dem Grundstück des Gewerbegebiets auch in dieser Hinsicht schützens- und erhaltenswert ist.

Aktuell gibt es einen Antrag der Reinbeker Grünen, den Wald planungsrechtlich zu sichern, um den ökologisch wertvollen Waldbestand auf dem Grundstück dauerhaft zu schützen. Hoffen wir, dass diesem Antrag in der Stadtverordnetenversammlung am 26.09.2019 stattgegeben wird und dieses Biotop erhalten bleibt.

 

Allgemein, Verkehr

Presse-Echo zur Übergabe der Onlinepetition zur Taktverdichtung der S21

Der Termin zur Übergabe hat in der Presse große Resonanz gefunden.

Die Bergedorfer Zeitung und das Hamburger Abendblatt (im Stormarnteil) haben berichtet.

Auch die lokale Presse wie “Der Reinbeker”, die “Glinder Zeitung” und “Markt Glinde” waren vertreten und berichtete sehr positiv über die Petition und die Resonanz der Politik.

Wie geht es nun weiter?

  • Der Eingang der Petition ist mittlerweile vom Petitionsausschuss des Landes Schleswig-Holstein bestätigt worden, d. h. wir müssen abwarten, wie die Politiker das Anliegen bewerten.
  • Das Gutachten der Landesregierung Schleswig-Holstein zur Verbesserung des ÖPNV soll im November verfügbar sein und wird hoffentlich die Taktverdichtung unterstützen.

Da die Landtagsabgeordneten Andrea Tschacher, Lukas Kilian (beide CDU) und Martin Habersaat (SPD) die Taktverdichtung unterstützen, bleibt zu hoffen, dass sie Ihre Parteikollegen und Koalitionspartner überzeugen können, die Taktverdichtung im Landtag zu beschließen.

Zukunft!Reinbek wird den Fortgang der Ereignisse weiter beobachten und darüber berichten.

Hier die Links zu den Presseartikeln:

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Übergabe der Petition zur Taktverdichtung der S21 im Reinbeker Rathaus

Bombenstimmung in Stormarn. Während in Glinde eine Fliegerbombe entschärft wurde, fand am 04.09.2019 die Übergabe der Petition zur Taktverdichtung S21 zwischen Aumühle und Bergedorf an die Landtagsabgeordneten Andrea Tschacher, Lukas Kilian (beide CDU) und Martin Habersaat (SPD) statt.

Der Reinbeker Bürgermeister Björn Warmer lud zu einem offiziellen Pressetermin im Rathaus ein, bei dem auch die Bürgermeister Martina Falkenberg (Dassendorf), Knut Suhk (Aumühle), Dirk Petersen (Wentorf) anwesend waren.

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Der Petent Thomas Hess aus Reinbek hatte nach einleitenden Worten Björn Warmers die Möglichkeit,  die Gründe für die Petition zusammenzufassen und die Ergebnisse darzustellen.

Abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen, wie:

  • zeitliche Flexibilität der S-Bahn-Nutzer
  • kürzere Wartezeiten bei Zugausfällen
  • einfache und schnell umzusetzende Maßnahme zum Klimaschutz

wurde auch auf die Tatsache eingegangen, dass bis Ende 2007 zur abendlichen Hauptverkehrszeit ein 10-Minuten-Takt existierte und viele Reinbeker nach der Aufhebung dieses kurzen Taktes lieber mit dem Auto in die Hamburger City oder zumindest bis zum Bergedorfer Bahnhof fahren.

Damit wurde das Ziel, mehr Menschen von der Straße auf die Schiene zu bringen, glatt verfehlt.

Natürlich nützt ein kürzerer Takt niemanden, wenn die Züge nicht zuverlässig fahren. Hier gibt es seit November 2018 große Probleme, die zum großen Teil mit den neuen S-Bahnen sowie einem generellen Investitionsstau der Bahn zusammenhängen.

Kay Uwe Arnecke von der S-Bahn-Hamburg verspricht hier Abhilfe, allerdings wird es noch bis Anfang nächsten Jahres dauern, bis die notwendige Softwareänderung auf die neuen Züge aufgespielt werden kann.

Insgesamt haben sich 2.902 Unterstützende mit Ihrer Unterschrift beteiligt. Unten eine Aufstellung der Anzahl Unterschriften im Verhältnis zur ungefähren Anzahl der Einwohner aus den direkt betroffenen Gebieten:

Stadt / Bezirk Unterschriften Einwohner Anteil
Reinbek 1.109 27.000 4,11%
Wentorf 405 13.000 3,12%
Aumühle 329 3.200 10,28%
Wohltorf 274 2.400 11,42%
Bergedorf 203 129.000 0,16%
Dassendorf 131 3.300 3,97%

Die teilnehmenden Politiker bekamen die Möglichkeit, zu dem Thema Stellung zu beziehen. Selten hat man so viel Einigkeit über alle Parteigrenzen hinweg gesehen.

Alle Anwesenden unterstützen den 10-Minuten-Takt, allerdings wurde auch auf andere offene Punkte, wie z. B. die Parkplatzsituation (für Autos und Fahrräder) in Aumühle und Reinbek, die Problematik der Tarifgrenze zwischen Reinbek und Wohltorf sowie die Anbindung Dassendorfs an den Bahnhof Aumühle hingewiesen.

Es bleibt damit noch viel zu tun, wenn der 10-Minuten-Takt umgesetzt wird.

Warten wir also mal ab, zu welchem Ergebnis das Gutachten zur Verbesserung des ÖPNV der Regierungskoalition Schleswig-Holsteins kommt, das im November vorliegen soll.

Hoffentlich wird auch darin bestätigt, wie wichtig die bessere Anbindung innerhalb der Metropolregion Hamburg für die Pendler und den Klimaschutz ist.

Einen Presseartikel zur der Übergabe (kostenpflichtig) finden Sie unter:

https://www.bergedorfer-zeitung.de/reinbek/article226992543/Grosser-Zuspruch-fuer-eine-Taktverdichtung-der-S-21.html

https://www.abendblatt.de/region/stormarn/article227013059/Buerger-fordern-mit-Petition-bessere-Taktung-der-S-21.html

 

 

Allgemein, Verkehr

Koordinierter Verkehrskollaps in Reinbek

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Nicht nur, das die S21 Probleme macht, nein, man hat sich vorgenommen, den Verkehr doch lieber insgesamt zum Erliegen zu bringen. Die Billebrücke am Reinbeker Schloss erledigte das Hochwasser in 2017, was dann in ampelgeführter Einspurigkeit mündete. Der Weg von Glinde nach Oststeinbek und umgekehrt wurde im Frühjahr 2019 geblockt. Damit es Richtung Bergedorf auch schwer wird, richtete man auch dort eine Baustelle ein. Fast gelungen, es fehlte aber etwas im Reinbeker Osten. Die Bahnbrücke in Aumühle wurde per Diät erst auf einspurig, dann aber auf 0-spurig (0-Diät sozusagen) gesetzt. Perfekt wurde es schließlich durch die Sperrung der Wohltorfer Str. in Reinbek.

Die Frage, was sich die einzelnen, verantwortlichen Planer dabei gedacht haben, ist mit Sicherheit berechtigt. Die beste Ausrede wird dabei  1. sein, dass die Baumaßnahme jetzt unverzüglich aufgrund des Zustandes zu vollziehen war, 2. dass es sich um verschiedene Zuständigkeiten handelt (Land SH und HH, Kreis Stormarn, Stadt Reinbek). „Entschuldigung, dafür können wir nichts, das war nicht absehbar von den anderen wissen wir nichts.“ – Mal sehen was kommt.

Auf jeden Fall ist der Zustand, der sich dann am ersten Montag im September einstellte, so nicht haltbar. Für Strecken von sonst 5 Minuten konnte das 10-fache angesetzt werden. ÖPNV – gute Idee, wie immer, aber leider fahren die Busse auch auf der Straßen bzw. stehen dort eher im Stau. Gut, bei dem Montagswetter kann man ja je nach Entfernung mit dem Rad fahren, wenn’s länger ist, dann eben zum Bahnhof zur S21 – in 10 Minuten, wofür der Bus derzeit bedingt 40 Minuten braucht. Aber leider rechnet man ja nicht mit der Zuverlässigkeit besagter S21, die auch an diesem Tag wieder Probleme hat. Von Gewerbetreibenden reden wir lieber erst gar nicht.

Dieser, per planerischer Baumaßnahmen hervorgerufene, Verkehrskollaps ist nicht für Reinbeks Zukunft zuträglich. Reinbek benötigt eine kurzfristige Lösung für die Baustellen!