Allgemein, Umwelt

Da fällt der Baum am Teich

Entschlammung Rückhaltebecken X30F3020a

Teichentschlammung ist das Stichwort, dass Bäume fallen, nicht nur ein Sprichwort.

Ein Rückhaltebecken am Mühlenredder soll entschlammt werden, löblich, bei dem, was da so alles zu finden ist und auch rein geworfen wurde. Warum auch gerade größere Bäume gefällt wurden, ist fragwürdig, zumal einer davon direkt an der Ecke zum einzigen Anliegergrundstück steht und damit auch die Entschlammungs- arbeiten nicht behindert hätte. Bei Weiteren lässt sich die Frage aber auch stellen.

Die Stadt hat die Durchführung des sog. Pflegehiebs beim Regenwasserrück- haltebecken „Am Kolk / Mühlenredder“ zwar auf Ihrer Homepage mit der Begründung, dass diese Maßnahme den restlichen Baumbestand erhalten soll, bekannt gegeben. Der Text suggeriert jedoch punktuelle Eingriffe und bei weitem nicht das Ausmaß der Fällungen.

Hoffen wir, dass die Maßnahmen im Einklang mit dem Klimaschutzkonzept der Stadt Reinbek stehen und vor der Durchführung entsprechend geprüft wurden.

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Zweifelsohne, das Entschlammen oder auch Entrümpeln ist notwendig, wie man sieht:

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Allgemein, Umwelt, Verkehr

Wasserstoff – eine wichtige Säule der Energiewende

2019-11-20 Wasserstoffvortrag Prof. M. Fröba Rei - U.Behnck-FX3T1688abk

Welche Chancen stecken im Wasserstoff für die Speicherung erneuerbarer Energien und für eine umweltverträgliche Mobilität?

Prof. Dr. Michael Fröba, Diplom-Chemiker und Energieforscher an der Universität Hamburg auf seinem Vortrag am 20. November 2019:

„Die Energieversorgung von morgen wird sich gegenüber der heutigen stark verändern. Mit der Energiewende erleben wir gerade einen Wechsel der Energiesysteme. Zurzeit befinden wir uns in einer Übergangsphase von einem kraftstoffbasierten Energiesystem hin zu einem strombasierten Energiesystem“.

Die Nutzung fossiler Brennstoffe wird abnehmen zugunsten regenerativer Energien wie beispielsweise Strom aus überwiegend Windkraft, Photovoltaik und Solarthermie, so Fröba. Bei der Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien wird künftig eine relativ große Menge an Strom erzeugt, der nicht sofort verbraucht werden kann. Damit ist die Speicherung von Strom ein wichtiger Faktor, wobei für größere Mengen Wasserstoff (H2) ein geeignetes Medium ist. Dieser Wasserstoff sollte nicht wie bisher aus Erdgas, sondern mithilfe erneuerbarer Energien über die Elektrolyse – einer Trennung von Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff – hergestellt werden, um das Klimaschutzziel, die CO2-Emission zu verringern.

Um die gespeicherte Energie aus dem Wasserstoff wieder nutzen zu können, wird die Brennstoffzelle als Umkehrprozess der Elektrolyse eingesetzt. Aus Wasserstoff und Sauerstoff entstehen Wasser, Strom und Wärme.

2019-11-20 Wasserstoffvortrag Prof.M.Fröba Rei - U.Sturm291ak

Der Transport von Wasserstoff kann in LKW entweder als Gas unter Druck oder als tiefgekühlte Flüssigkeit erfolgen, auch Pipelines, wie sie schon heute für Erdgas bestehen, sind denkbar. Für die Lagerung von Wasserstoff bieten sich künstlich geschaffene Hohlräume in Salzstöcken an (Salzkavernen) an.

Ein anderes, häufig eingesetztes Strom-Speichermedium, ist die Lithium-Ionen-Batterie, die sich zur Speicherung kleinerer Energiemengen eignet. Leider kann man sie nicht beliebig groß machen, sodass ihre Kapazität nur für kürzere Streckenfahrten ausreicht. Daher wird an der Entwicklung von Lithium-Schwefel- und Metall-Luft-Batterien, die deutlich größere Kapazitäten aufweisen könnten, geforscht.

Für die Mobilität sind sowohl Batterie-basierte PKW, als auch Brennstoffzellen-basierte Modelle am Markt verfügbar. Ein Batterie-betriebenes Auto hat nach einer Ladedauer von einer halben Stunde an der Schnellladesäule (bzw. bis zu 14 Stunden an der Haushaltssteckdose) eine Reichweite von ca. 300 km, dagegen erzielt ein Brennstoffzellen-Auto nach einer Betankungsdauer von 3-5 min an der Wasserstoffzapfsäule eine Reichweite von ca. 500 km. Das Wasserstofftankstellennetz in Deutschland ist allerdings erst im Aufbau.

Laut Michael Fröba wird es für verschiedene Anwendungsbereiche unterschiedliche Antriebe geben. Für die Mobilität werden Batterien für die Kurzstrecke und Brennstoffzellen für die Langstrecke sowie für den Schwertransport parallel benötigt. Des Weiteren zeigte er in seinem Vortrag die Vor- und Nachteile sowie Grenzen unterschiedlicher Energiesysteme und Antriebsarten der Mobilität auf und machte deutlich, warum Wasserstoff ein idealer Energieträger ist.

Leider hat die deutsche Automobilindustrie die Vorteile bisher ignoriert; die asiatischen Länder sind da schon sehr viel weiter. In schätzungsweise 2 Jahren wird man aber auch bei uns vermehrt mit Wasserstoff betriebene Autos kaufen können.

2019-11-20 Wasserstoffvortrag Prof. M. Fröba Rei - U.Behnck-FX3T1678abk

Zahlreiche Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem sehr interessierten und auch fachlich gut informierten Publikum trugen zu einer gelungenen und sehr informativen Veranstaltung bei, der Rathaus-Sitzungssaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Eingeladen hatten die BUND-Ortsgruppe Reinbek/Wentorf, die Klimaschutzinitiative Sachsenwald, Unterstützung erhielten sie durch das Klimaschutzmanagement der Stadt Reinbek.

 

 

Allgemein, Versorgung

In die Tonne getretene Werbekosten?

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Ab 2020 wird im Aktionsbereich der AWSH (Herzogtum Lauenburg und Stormarn) die Wertstofftonne eingeführt, die Gelben Säcke verschwinden dann. Dass die neue Wertstofftonne kommt, ist so nicht ganz richtig, woanders gibt es diese Tonne bereits, aber es könnte auch damit gemeint sein, dass eine neue Tonne ausgeliefert wird, also keine Gebrauchte (ein wenig Interpretation sei gestattet).

Zerrissene Säcke und herumfliegende Wertstoffe gehören dann der Vergangenheit an und der Sammelumfang von dem, was hinein darf wird ausgeweitet, zweifelsohne positiv. Die betroffenen Anwohner bzw. Grundstücksbesitzer werden zuvor noch schriftlich von der AWSH informiert. Damit dürfte jeder erreicht sein, der gelb bedeckelte Behälter wird dann automatisch in zwei Volumengrößen entsprechend verteilt und, wie bisher bei den Säcken, auch 14-tägig geleert. Entgelt wird nicht erhoben, wobei durch die Behälterleerung höhere Kosten entstehen werden, da umständlicher zu behandeln.

Fragwürdig ist jedoch, warum die AWSH öffentliche Werbung – bspw. an Bushaltestellen – für die Wertstofftonne schaltet, obwohl die Verbraucher schriftlich informiert werden, alle also Bescheid wissen. Die zusätzliche Werbung erscheint ziemlich überflüssig, zumal keine Kunden dadurch gewonnen werden. Bei einem non-profit Unternehmen trägt diese Werbung zwangsläufig der Verbraucher. Sinnvoll?

Aber vielleicht muss man manchmal einfach für sich werben.

 

Allgemein, Verkehr

10-Minuten-Takt zwischen Bergedorf und Aumühle auf CDU-Parteitag beschlossen

Der 10-Minuten-Takt nimmt Fahrt auf. 

Auf dem 73. Landesparteitag der CDU Schleswig-Holstein wurde auf Initiative von Andrea Tschacher und Lukas Kilian beschlossen den 10-Minuten-Takt bis Aumühle einzuführen.

Zitat aus dem Beschlussdokument (Seite 14):

„Schienenpersonennahverkehr verbessern

Die CDU Schleswig-Holstein fordert die Landesregierung auf, die aktuelle Situation des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) durch Verbesserung des Angebotes ohne Zeitverzug und zum nächsten möglichen Fahrpanwechsel zu verbessern. Zur Erreichung des Ziels sollen bereits innerhalb der bestehenden Verträge

  • der Einsatz von zusätzlichen Doppelstocktriebzügen auf den Strecken des RE 8, RE70 sowie der RB80 und RB81 vorangetrieben werden.
  • der Takt auf der Strecke der S21 bis Aumühle tagsüber ganztägig auf einen 10-Minuten-Takt ausgeweitet werden, zudem soll eine durchgehende Nachtanbindung hergestellt werden

Zudem wird die Landesregierung aufgefordert, sowohl auf der Regionalbahn, als auch bei der S-Bahn, Strafzahlungen einzubehalten, sollte es weiterhin zu erheblichen Ausfällen und erheblichen Unpünktlichkeiten kommen.“

Die SPD hat aufgrund der Initiative Martin Habersaats Anfang des Jahres einen ähnlichen Antrag gestellt.

Somit fordern jetzt die beiden großen Parteien in Schleswig-Holstein einen 10-Minuten-Takt. Die Grünen dürften einer Stärkung des SPNV per se nicht ablehnend gegenüber stehen, jetzt muss nur noch die Landtagsfraktion der FDP von ihren Reinbeker Kollegen überzeugt werden.

Damit sollte der Verbesserung des SPNV zwischen Bergedorf und Aumühle eigentlich nichts mehr im Wege stehen.

Wir sind gespannt, wann die Taktverbesserung tatsächlich durchgeführt wird. Für den kommenden Fahrplanwechsel im Dezember 2019 wird die Zeit zur Beauftragung vermutlich nicht reichen, aber vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit den neuen Takt bereits Anfang 2020 umzusetzen.

Sollte es Neuigkeiten zu diesem Thema geben, werden wir hier darüber informieren.

Allgemein, Verkehr

S21 und Bahn versagen – Witz der Woche

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Am kommenden Wochenende weist die Bahn darauf hin, dass an den Fernbahngleisen gearbeitet wird. Bahnfahrende des RE1, die nach Büchen wollen, wird geraten, bis Aumühle mit der S21 zu fahren und dann in die Ersatzbusse nach Büchen zu steigen.

Allerdings gibt es auch bei der S21 Gleisarbeiten, so dass diese nur bis Bergedorf fährt. Von dort werden dann Ersatzbusse bis Aumühle angeboten.

ABER: wenn die Busse in Aumühle ankommen, ist der Ersatzbus nach Büchen LEIDER schon abgefahren, also zwei Stunden warten. Echt abgefahren, die Regelung oder auch

Bahn-Witz der Woche!

 

 

 

Allgemein, Verkehr

S21 Info: Besserung – zumindest für / bis Bergedorf

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Ab Dezember diesen Jahres sollen die S21 und die S2 verlängert fahren, als Vollzüge mit sechs Wagen und !!! im 5-Minuten-Takt!

Für Bergedorf oder alle, die ab dort eine Weiterfahrtmöglichkeit nach Aumühle, Wohltorf und Reinbek besitzen, ist das sicher eine gute Nachricht. Klar, auch die Platzsituation in den S-Bahnen wird sich verbessern – ebenfalls für die weiterfahrenden S-Bahnen.

Unser Ziel, ein 10-Minuten-Takt für Reinbek, Wohltorf und Aumühle, ist damit leider noch nicht erreicht. Was Hamburg mal eben umstellt, bedarf in Schleswig-Holstein erst einmal einer Untersuchung.

Aber, wir hoffen … daher zum Vorgang kein Kommentar. Unterstützt wird das Vorhaben auch durch die regionale Politik und Verwaltung sowie unsere örtlich ansässigen Landesvertreter (u. a. Andrea Tschacher, Lukas Kilian (beide CDU) und Martin Habersaat (SPD)), die sich dafür einsetzen.

Wir WARTEN ab, das haben wir durch die S21 schmerzlich lernen müssen – allerdings half Warten auch nicht immer, leider.