Allgemein, Umwelt, Verkehr

Z!R radelt

Zukunft!Reinbek beteiligt sich bei der diesjährigen Stadtradeln-Aktion in Reinbek als eigenes Team. Hierbei geht es uns nicht zwingend um den sportlichen Aspekt, sondern eher darum, im Alltag das Fahrrad einzusetzen.

Viele Kilometer werden somit vermutlich nicht zusammen kommen, aber jeder Kilometer zählt. Wir hoffen, dass möglichst viele Reinbeker mitmachen und jede Menge Kilometer gezählt werden können. Jeder kann sich noch für eins der offenen Teams bewerben.

In diesem Zusammenhang möchten wir noch auf zwei Aktionen hinweisen.

Zum einem den ADFC-Fahrradklima-Test 2020 und zum anderen die Aktion der Stadt Reinbek zur Erfassung der gefahrenen Alltagsstrecken. 

Hierzu gibt es auf https://www.stadtradeln.de/reinbek einen Link zu einer Landkarte auf der man seine drei häufigsten Routen markieren kann. Die Ergebnisse sollen dazu dienen, das Radwegenetz in Reinbek zu optimieren. Wie schon im Artikel vom 8. August berichtet, wird bereits jetzt an der Verbesserung gearbeitet.

Z!R wünscht viel Spaß beim Radeln in und um Reinbek.

Allgemein, Bildung

Schule 2.0 – Konzept Online-Unterricht für Quarantäne-Schüler – mangelhaft

Der Lockdown und das sogenannte Home-Schooling hat uns die letzten Monate begleitet. 

Auch wenn aus Sicht der Eltern der Eindruck entstand, dass der Versuch, den Unterricht mit sog. Padlets, E-Mail und einigen wenigen Unterrichtseinheiten über Webex-Konferenzen aufrechtzuerhalten, relativ chaotisch war, so konnte man von anderer Seite erfahren, dass es noch durchaus schlimmer gehen kann.

Schüler wurden mit “Wurfsendungen” ihrer Lehrer bzw. mit auf dem Schulhof ausgelegten Aufgabenzetteln “unterrichtet”. Damit war Reinbek technologisch eigentlich noch relativ weit vorne.

Aber wie soll es jetzt weitergehen?

Aktuell dürfen in Schleswig-Holstein Kinder, die selbst Erkältungssymptome zeigen, 48 Stunden nicht zur Schule. In einigen Schulen ist es so, dass die Schüler sogar bei Mitbewohnern mit Erkältungssymptomen für diesen Zeitraum nicht am Unterricht teilnehmen dürfen.

Das ergibt als Präventionsmaßnahme, um einem steigenden Infektionsgeschehen entgegenzuwirken, durchaus Sinn. Wenn sich wirklich alle daran halten, dann müssten ab Herbst vermutlich viele Schüler zu Hause bleiben. Auch bei den Lehrern dürfte die Ausfallquote hoch sein.

Leider besteht aber aktuell keine Möglichkeit dem Unterricht, z. B. per Videostream, online beizuwohnen, sodass nicht viel Unterrichtsstoff  vermittelt werden kann bzw.meist nachgearbeitet werden muss.

Die Einführung von Moodle (eine freie Open Source Lernplattform) innerhalb der nächsten Monate wird die Organisation von Unterrichtsunterlagen vereinfachen, allerdings ersetzt das nicht ansatzweise den Unterricht durch Lehrkräfte; es ist lediglich eine sinnvolle Ergänzung des Präsenzunterrichts. 

Wenn hier die Schule und die Lehrer technisch in die Lage versetzt werden die Schüler über Videostreams am Unterricht teilhaben zu lassen (z.B. über Big Blue Button), wäre man schon einen großen Schritt weiter. Bei Schülern, die in Quarantäne bleiben müssen und nicht erkrankt sind, würden dann keine Wissenslücken entstehen, die durch mühevolles und ineffizientes Nacharbeiten ausgeglichen werden müssten.

Der nächste Schritt wäre, Schüler, sofern notwendig, mit entsprechender Hardware bzw. digitaler Infrastruktur auszustatten. 

Mit Sicherheit sind nicht alle Maßnahmen sofort umzusetzen und das Ganze ist auch nicht einfach zu handhaben, aber es wirkt so, als ob Online-Unterricht sehr weit hinten in der Prioritätenliste der Kultusministerien steht.

Hier hätte man erwarten können, dass die Schulbehörden vorausschauender planen und nicht nur die hygienischen Voraussetzungen für einen Präsenzunterricht definieren. 

Letztendlich bleibt es leider wieder an den Schulen “hängen” hier eine Lösung zu finden und umzusetzen, die allen Schülern hilft.

Hoffen wir für unsere Schüler, dass dies geschieht bevor die Erkältungswelle im Herbst sich mit potentiellen Corona-Infektionen mischt.

Stadtplanng, Umwelt, Verkehr

Erste Planungen zur Verbesserung des Radverkehrs in Reinbek

Nach der letzten Bypad-Veranstaltung Anfang des Jahres ist es still geworden um die Verbesserung des Radwegenetzes in Reinbek; Corona hat auch hier für Verzögerungen gesorgt.

So ist bisher die fraktionsübergreifend geforderte Stelle des Radbeauftragten noch nicht besetzt. Außerdem sorgt der Mangel an Ingenieuren im Rathaus für Verzögerungen bei den Planungen der baulichen Maßnahmen.

Damit die für das Jahr 2020 bereits zusätzlich bewilligten und eingeplanten 300.000 EUR nicht verfallen, hat das Bauamt unter der Leitung von Sven Noetzel ein paar Vorschläge erarbeitet, die die Situation der Radfahrenden in Reinbek verbessern und dieses Jahr auch noch umgesetzt werden könnten.

Diese Vorschläge, sowie weitere der Fraktionen, werden demnächst in den entsprechenden Ausschüssen diskutiert und ggf. zur Umsetzung freigegeben.

Leider handelt es sich bei den Vorschlägen des Bauamtes weniger um bauliche Verbesserungen des Wegenetzes, sondern hauptsächlich um Beleuchtungsmaßnahmen.

Bei einigen Teilnehmern der Info-Veranstaltung sorgte dies für Unmut und es entstand eine rege Diskussion zu diesem Thema.

So gab es die Meinung, dass eine Beleuchtung nicht für mehr Radverkehr sorgen würde. Diejenigen, die das Rad nicht nur zu Freizeitzwecken und zum Einkaufen, sondern für den täglichen Weg zur Arbeit nutzen, widersprachen dieser Meinung vehement.

Auch Schüler werden in den Wintermonaten von einer Beleuchtung profitieren. Einerseits wird das Sicherheitsgefühl der Radfahrenden erhöht, zum anderen ist es, trotz der verbesserten Fahrradbeleuchtung, immer noch angenehm, mehr als nur knapp 10 m vorausschauen zu können.

Die Verbesserung der Wege betrifft hauptsächlich die Gegend um die Steinerei, also die Verbindung zwischen dem EKZ an der Sachsenwaldstraße und dem Gewerbegebiet rund um die Hermann-Körner-Straße.

Weg zwischen EKZ und Gewerbegebiet.
Weg zwischen EKZ und Gewerbegebiet.

Hier sind Asphaltierungen der bisherigen Schotterwege geplant. Außerdem soll auch hier eine Beleuchtung eingeführt werden.

Weg Steinerei Richtung Hermann-Körner-Straße
Weg Steinerei Richtung Hermann-Körner-Straße

Weitere Vorschläge sind, u. a., die Beleuchtung der Hamburger Straße zwischen K80 und der Landesgrenze Hamburg sowie die Beleuchtung des Weges in der Verlängerung des Schaumanns Kamps zur Bille. 

Die einzige Maßnahme, die bei allen Teilnehmern auf Unverständnis stieß, war die geplante Asphaltierung des ca. 1 m breiten Weges zwischen der Steinerei und der Schützenstraße . Aufgrund der Tatsache, dass Radfahren an dieser Stelle eigentlich untersagt ist, lässt sich tatsächlich anzweifeln, dass dies die Situation der Radfahrenden verbessert. Allerdings ist dieser kleine Weg nach einem Regenguss tatsächlich auch zu Fuß nicht angenehm zu passieren.

Weg zwischen Steinerei und der Schützenstraße
Weg zwischen Steinerei und der Schützenstraße

Weitere notwendige Maßnahmen, wie die Verbesserung der Lohbrügger Straße können aufgrund von aktuell fehlenden Planungskapazitäten dieses Jahr leider nicht mehr durchgeführt werden.

Nun mag das nicht der große Wurf sein, aber für alle vorgeschlagenen Maßnahmen liegen Planungen vor und sie könnten dieses Jahr noch beauftragt werden. Das Budet kann nicht in das nächste Jahr übernommen werden und somit würden die Gelder verfallen.

Auch wenn eigentlich geplant ist, nächstes Jahr erneut ein Budget im gleichen Umfang zur Verfügung zu stellen, muss es zunächst wieder eingeplant werden und natürlich auch im Etat vorhanden sein. Dies ist aufgrund von möglichen Einnahmeeinbußen durch den Lockdown, Ausgaben für zusätzliche Präventionsmaßnahmen etc. nicht garantiert.

Das jetzige Ergebnis ist zumindest ein Anfang und wir hoffen darauf, dass es nicht nur dabei bleibt.