Allgemein

Z!R wünscht keine Zukunft für Covid-19 !

Corona

Liebe Reinbeker,

wir wünschen allen Einwohnern und Gästen ein gutes und vor allem gesundes Durchhaltevermögen im Rahmen der derzeitigen, notwendigen Einschränkungen.

Gleichzeitig möchten wir allen Dienstleistern, Händlern, in der Produktion Beschäftigten, engagierten Verwaltungsmitarbeitern sowie vor allem in der Notfallversorgung Tätigen – wozu wir insbesondere Pfleger, Feuerwehr und medizinisches Personal, aber auch Staatsorgane zählen – unseren Dank für ihren Einsatz aussprechen.

Wir hoffen auf Zusammenhalt, um Reinbeks Zukunft optimistisch und optimal zu gestalten.

 

 

Zwecks Lesbarkeit wurde im  obigen Text auf eine differenzierte, geschlechterspezifische Ausdrucksweise verzichtet. Er richtet sich einfach an ALLE! – und niemand soll sich dabei ausgegrenzt fühlen.

 

 

 

 

Allgemein, Versorgung

Die Gelbe Tonne kommt irgendwann, der AWSH Geschäftsführer für Fragen aber definitiv am 12. März nach Reinbek

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Fragen zur Gelben Tonne, deren festgelegter Größe und Gründe für die verspätete Einführung beantwortet der AWSH Geschäftsführer Dennis Kissel in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verkehrsplanung am Donnerstag, 12. März, 19:30 Uhr, Rathaus Reinbek.

Allgemein, Kommunalpolitik

Jugendbeitrat in Reinbek gewählt

Letzte Woche (KW 9) wurde von den Reinbeker Jugendlichen im Alter von 12 -21 Jahren der Jugendbeirat der Stadt gewählt.

Die Wahl erfolgte in den Schulen und in der Stadtbibliothek Reinbeks, knapp 20% der Wahlberechtigten nutzten die Gelegenheit und gaben Ihre Stimmen ab.

Zuvor hatten 15 Jugendliche aus Reinbek und Umgebung sich bereit erklärt, für die Interessen der Kinder und Jugendlichen in den politischen Gremien einzutreten und damit aktiv am politischen Geschehen in Reinbek teilzunehmen.

Analog zum Seniorenbeirat hat der Jugendbeirat die Möglichkeit, in den Ausschüssen Anträge zu stellen und Stellung zu aktuellen Themen zu beziehen.

Somit kann er zwar nicht aktiv in Entscheidungen eingreifen, aber Vorschläge machen und Bedenken äußern. Allein dadurch bekommen die Stadtverordneten und Ausschussmitglieder eine zusätzliche Sichtweise präsentiert und können diese in Ihre Entscheidungen einfließen lassen.

Z!R freut sich über das politische Interesse der Jugendlichen, gratuliert den gewählten Vertretern und ist gespannt auf die Impulse, die sie der Reinbeker Politik geben werden.

Außerdem freuen wir uns, dass Reinbek so fortschrittlich ist und engagierten Jugendlichen eine Chance gibt sich zu beteiligen. Andere Gemeinden, wie bspw. Trittau, stehen aktuell einer Beteiligung anscheinend eher ablehnend gegenüber.

 

Bild: http://www.reinbek.de

Allgemein, Umwelt, Verkehr

BYPAD in Reinbek – Z!R war dabei

Am 12.02.2020 fand die zweite Veranstaltung zum Bicycle Police Audit (kurz BYPAD) statt. Das Ziel ist es, Radfahren in Reinbek attraktiver und sicherer zu machen und somit mehr Bürger zu motivieren das Auto stehen zu lassen und Strecken mit dem Rad zurückzulegen.

Die Klimaschutzmanagerin Estrella Piechulek lud Vertreter aus verschiedenen Gremien – z. B. der TSV, der Polizei, des ADFC, der Sachsenwaldschule und auch Zukunft!Reinbek ein – um Ideen zu entwickeln, wie Reinbek für den Radverkehr attraktiver gemacht werden kann.

Wer hin und wieder mit dem Rad in Reinbek unterwegs ist, kennt die Schwachstellen.

Schlechte Radwege, hohe Kantsteine, kreative Verkehrsführung für Radfahrer, ungünstige Ampelschaltungen, etc. sorgen dafür, dass Radler in Reinbek keine optimalen Bedingungen vorfinden, obwohl die Entfernungen in Reinbek eher kurz und alle relevanten Ziele eigentlich gut zu erreichen wären.

Diesen Eindruck bestätigt auch der ADFC-Fahrradklima-Test 2018.

Die Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht im Jahr 2017 hat auch vielerorts zu Problemen geführt, da die einzelnen Verkehrsteilnehmer häufig nicht genau wissen, was erlaubt ist und wie sie sich zu verhalten haben. So kommt es immer wieder zu Konflikten der Radfahrer mit Autofahrern und Fußgängern.

Also was kann Reinbek tun?

Seit 2015 existiert ein Radverkehrskonzept, das Schwachstellen benennt und Maßnahmen vorschlägt.

Einige Vorschläge wurden auch schon ansatzweise umgesetzt (gerade wurde z. B. am Landhausplatz eine Absenkung der Kantsteine durchgeführt).

Andere lassen noch auf sich warten (wie z. B. Verbesserungen in der Parkallee, die für Radfahrer nicht befahrbar ist).

Bisher waren allerdings im Haushalt auch nur 30.000 € für verbessernde Maßnahmen enthalten.

Hier hat Reinbek jedoch gezeigt, dass es tatsächlich etwas ändern will.

Aktuell sind 300.000 € im Haushalt 2020 für Investitionen ausgewiesen und weitere 30.000 € für Planungen.

Im Rahmen der BYPAD-Veranstaltungen wurden bereits einige Vorschläge erarbeitet und es soll ein Gremium ins Leben gerufen wird, dass sowohl Vorschläge macht, als auch die Umsetzung überprüfen soll.

Aber nicht nur die Infrastruktur soll verbessert werden. Aktionen, wie z. B. Stadtradeln (an dem Reinbek seit Jahren teilnimmt), sollen die Einwohner motivieren häufiger das Rad zu nutzen.

Auch eine erneute Aufklärung darüber, wo Radfahrer fahren dürfen, ist notwendig. Hier könnte eine Information auf der Homepage, evtl. sogar mit einem kurzen Video-Clip, Abhilfe schaffen.

Wir hoffen, dass die Stadt durch organisatorische Maßnahmen und Investitionen die Situation der Radler verbessert und werden aktiv daran teilnehmen.

Allgemein, Umwelt

Da fällt der Baum am Teich

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Teichentschlammung ist das Stichwort, dass Bäume fallen, nicht nur ein Sprichwort.

Ein Rückhaltebecken am Mühlenredder soll entschlammt werden, löblich, bei dem, was da so alles zu finden ist und auch rein geworfen wurde. Warum auch gerade größere Bäume gefällt wurden, ist fragwürdig, zumal einer davon direkt an der Ecke zum einzigen Anliegergrundstück steht und damit auch die Entschlammungs- arbeiten nicht behindert hätte. Bei Weiteren lässt sich die Frage aber auch stellen.

Die Stadt hat die Durchführung des sog. Pflegehiebs beim Regenwasserrück- haltebecken „Am Kolk / Mühlenredder“ zwar auf Ihrer Homepage mit der Begründung, dass diese Maßnahme den restlichen Baumbestand erhalten soll, bekannt gegeben. Der Text suggeriert jedoch punktuelle Eingriffe und bei weitem nicht das Ausmaß der Fällungen.

Hoffen wir, dass die Maßnahmen im Einklang mit dem Klimaschutzkonzept der Stadt Reinbek stehen und vor der Durchführung entsprechend geprüft wurden.

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Zweifelsohne, das Entschlammen oder auch Entrümpeln ist notwendig, wie man sieht:

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Allgemein, Umwelt, Verkehr

Wasserstoff – eine wichtige Säule der Energiewende

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Welche Chancen stecken im Wasserstoff für die Speicherung erneuerbarer Energien und für eine umweltverträgliche Mobilität?

Prof. Dr. Michael Fröba, Diplom-Chemiker und Energieforscher an der Universität Hamburg auf seinem Vortrag am 20. November 2019:

„Die Energieversorgung von morgen wird sich gegenüber der heutigen stark verändern. Mit der Energiewende erleben wir gerade einen Wechsel der Energiesysteme. Zurzeit befinden wir uns in einer Übergangsphase von einem kraftstoffbasierten Energiesystem hin zu einem strombasierten Energiesystem“.

Die Nutzung fossiler Brennstoffe wird abnehmen zugunsten regenerativer Energien wie beispielsweise Strom aus überwiegend Windkraft, Photovoltaik und Solarthermie, so Fröba. Bei der Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Energien wird künftig eine relativ große Menge an Strom erzeugt, der nicht sofort verbraucht werden kann. Damit ist die Speicherung von Strom ein wichtiger Faktor, wobei für größere Mengen Wasserstoff (H2) ein geeignetes Medium ist. Dieser Wasserstoff sollte nicht wie bisher aus Erdgas, sondern mithilfe erneuerbarer Energien über die Elektrolyse – einer Trennung von Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff – hergestellt werden, um das Klimaschutzziel, die CO2-Emission zu verringern.

Um die gespeicherte Energie aus dem Wasserstoff wieder nutzen zu können, wird die Brennstoffzelle als Umkehrprozess der Elektrolyse eingesetzt. Aus Wasserstoff und Sauerstoff entstehen Wasser, Strom und Wärme.

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Der Transport von Wasserstoff kann in LKW entweder als Gas unter Druck oder als tiefgekühlte Flüssigkeit erfolgen, auch Pipelines, wie sie schon heute für Erdgas bestehen, sind denkbar. Für die Lagerung von Wasserstoff bieten sich künstlich geschaffene Hohlräume in Salzstöcken an (Salzkavernen) an.

Ein anderes, häufig eingesetztes Strom-Speichermedium, ist die Lithium-Ionen-Batterie, die sich zur Speicherung kleinerer Energiemengen eignet. Leider kann man sie nicht beliebig groß machen, sodass ihre Kapazität nur für kürzere Streckenfahrten ausreicht. Daher wird an der Entwicklung von Lithium-Schwefel- und Metall-Luft-Batterien, die deutlich größere Kapazitäten aufweisen könnten, geforscht.

Für die Mobilität sind sowohl Batterie-basierte PKW, als auch Brennstoffzellen-basierte Modelle am Markt verfügbar. Ein Batterie-betriebenes Auto hat nach einer Ladedauer von einer halben Stunde an der Schnellladesäule (bzw. bis zu 14 Stunden an der Haushaltssteckdose) eine Reichweite von ca. 300 km, dagegen erzielt ein Brennstoffzellen-Auto nach einer Betankungsdauer von 3-5 min an der Wasserstoffzapfsäule eine Reichweite von ca. 500 km. Das Wasserstofftankstellennetz in Deutschland ist allerdings erst im Aufbau.

Laut Michael Fröba wird es für verschiedene Anwendungsbereiche unterschiedliche Antriebe geben. Für die Mobilität werden Batterien für die Kurzstrecke und Brennstoffzellen für die Langstrecke sowie für den Schwertransport parallel benötigt. Des Weiteren zeigte er in seinem Vortrag die Vor- und Nachteile sowie Grenzen unterschiedlicher Energiesysteme und Antriebsarten der Mobilität auf und machte deutlich, warum Wasserstoff ein idealer Energieträger ist.

Leider hat die deutsche Automobilindustrie die Vorteile bisher ignoriert; die asiatischen Länder sind da schon sehr viel weiter. In schätzungsweise 2 Jahren wird man aber auch bei uns vermehrt mit Wasserstoff betriebene Autos kaufen können.

2019-11-20 Wasserstoffvortrag Prof. M. Fröba Rei - U.Behnck-FX3T1678abk

Zahlreiche Fragen und Diskussionsbeiträge aus dem sehr interessierten und auch fachlich gut informierten Publikum trugen zu einer gelungenen und sehr informativen Veranstaltung bei, der Rathaus-Sitzungssaal war bis auf den letzten Platz besetzt. Eingeladen hatten die BUND-Ortsgruppe Reinbek/Wentorf, die Klimaschutzinitiative Sachsenwald, Unterstützung erhielten sie durch das Klimaschutzmanagement der Stadt Reinbek.